Julia Brockmann
Im Gespräch mit Julia Brockmann, Dozentin für Jazz- und Popmusik (Gesang und Tasteninstrumente) sowie für Musik und Theater an weiterführenden Schulen in Hamburg. Julia Brockmann berichtet von ihren Erfahrungen mit dem neuen StIMED-Pilotprojekt “Kreatives Klassenmusizieren” an der Bundesakademie in Trossingen.
Julia Brockmann hat 1998 ihr Studium Jazz- und Popgesang am Konservatorium in Hilversum abgeschlossen. Unmittelbar danach hat sie in Hamburg ihre eigene, private Musikschule gegründet.
Derzeit unterrichtet Julia Brockmann an der Musikschule Hamburg Instrumentalmusik sowie Musik und Theater für die Sekundarstufe. Julia Brockmann: “Der Name ‘Kreatives Klassenmusizieren’ hat mich sofort interessiert, weil ich als Komponistin und Musikerin weiß, dass Kreativität das Wichigste in der Musik ist.”
Julia Brockmann: “Der Direktor an der Musikschule in Hamburg, wo ich tätig bin, hat mich auf den neuen Ausbildungslehrgang an der Bundesakademie in Trossingen aufmerksam gemacht. Eigentlich hatte ich schon seit Längerem Interesse am berufsbegleitenden Lehrgang “Elektronische Tasteninstrumente”, der an der Bundesakademie von dem gleichen Dozententeam; Rob Maas und Frank Tellings”, geleitet wird. Durch diesen Zufall kam ich dann auch zum Pilotprojekt ‘Kreatives Klassenmusizieren’ ”.
“Der Grundgedanke ist, dass der Unterrichtsstoff nicht von unten nach oben, sondern als “Top-down-Modell” vermittelt und in Gruppen (Aufgaben) bearbeitet wird. Auf dieser Basis werden im weiteren Schulungsverlauf zahlreiche konkrete Konzepte vorgestellt, wobei die Teilnehmer angehalten sind, selbst Konzepte zu entwickeln.”
Julia berichtet, dass sie im Anschluss an den Lehrgang gleich damit begonnen ist, die neuen Ideen in ihrem Unterricht einfließen zu lassen und zu erproben. Julia: “Schon jetzt kann man erkennen, wie positiv sich diese neue Vorgehensweise auf die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler auswirkt.”
In Bezug auf die kreative Freiheit weiß Julia Brockmann, dass dieses neue Konzept eine enorme Herausforderung für die Schüler ist und ihre Leistungen auf ein anderes Niveau anhebt. Julia: “Die Vorgehensweise ist gezielt auf die Berufspraxis ausgerichtet. Die Schüler tun sich beispielsweise in kreativen Teams zusammen, um ein spezielles Ergebnis zu erzielen oder zu entwickeln. In diesen Teams bestimmen die Schüler selbst, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sie wie einbringen können – ganz so wie Fachspezialisten in ihrem jeweiligen Berufsfeld vorgehen würden.”
“Jedes der Unterrichtskonzepte, die Frank Tellings und Tobias Rotsch in Trossingen vorgstellt haben, haben uns Teilnehmer in die Rolle der Schüler versetzt. Son konnten wir die Erfahrung machen, dass die Konzepte nicht nur auf Kinder und Jugendliche abgestimmt sind, sondern auch Erwachsene damit arbeiten können. Und das mit verblüffenden Ergebnissen. Die neue Methode zeigt zahlreiche Verbesserungen für den Musikunterricht auf, löst altbekannte Probleme und bietet darüber hinaus viele kreative Möglichkeiten, die den Musikunterricht interessanter machen.”
Der Einsatz von neuen Medien ist in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Der Lehrgang “Kreatives Klassenmusizieren” schließt daran an und vermittelt den Teilnehmern die Erfahrung, wie man effektiv und unkompliziert mit modernen Medien in Schulklassen arbeiten kann.










